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Katharina Samoylova - Hilfe bei Narzissmus

Wie es dir endlich gelingt, einem Narzissten nicht mehr hinterherzulaufen

Du weißt, dass er dir nicht gut tut. Du weißt, dass diese Beziehung dich klein gemacht hat, dass du dich in ihr verloren hast. Und trotzdem kannst du einfach nicht aufhören, einem Narzissten hinterherzulaufen. Du schreibst ihm, obwohl du es dir geschworen hast. Du schaust auf sein Profil, obwohl es dir danach schlechter geht. Und dann kommt die Scham. Das leise, bohrende „Warum bin ich so schwach?“

Du bist nicht schwach. Aber du steckst in einem Muster fest, das stärker ist als jeder gute Vorsatz – und das hat psychologische Gründe, die nichts mit deiner Intelligenz oder deinem Willen zu tun haben.

Genauso ging es auch Nicole. Zwei Jahre war sie mit Thomas zusammen – einem Mann, der sie mal auf Händen trug und mal so kalt behandelte, als wäre sie Luft. Als die Beziehung endete, wollte sie nur eines: loslassen. Endlich frei sein. Doch egal wie sehr sie es versuchte, sie konnte nicht aufhören, ihm hinterherzulaufen. Bis sie verstand, warum – und sich endlich lösen konnte.

Gründe, warum du einem Narzissten hinterherläufst

Es gibt nicht nur einen Grund, warum Frauen einem Narzissten hinterherlaufen – es sind meist mehrere psychologische Mechanismen, die ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken. Die folgenden sechs Phänomene erklären, warum der Verstand allein oft nicht ausreicht, um sich zu befreien – und warum das nichts mit Schwäche zu tun hat.

Trauma-Bond

Ein Trauma-Bond entsteht durch den wiederholten Wechsel zwischen emotionalem Schmerz und intensiver Zuwendung – ein Muster, das in narzisstischen Beziehungen fast immer vorhanden ist. Wenn auf Kälte plötzlich Wärme folgt, auf Kritik ein zärtlicher Moment, lernt das Nervensystem, genau diese Erlösung zu suchen. Es bildet sich eine tiefe, neurobiologische Bindung – nicht trotz des Schmerzes, sondern durch ihn. Der Trauma-Bond ist keine bewusste Entscheidung. Er ist eine Überlebensstrategie des Nervensystems, das gelernt hat: Nähe zu dieser Person bedeutet Erleichterung.

 

Co-Abhängigkeit

Co-Abhängigkeit beschreibt ein Beziehungsmuster, bei dem das eigene Wohlbefinden, die eigene Identität und das Selbstwertgefühl eng mit dem Zustand und den Bedürfnissen einer anderen Person verknüpft sind. Co-abhängige Menschen stellen die Bedürfnisse anderer konsequent über ihre eigenen – oft aus der tiefen, meist unbewussten Überzeugung heraus, nur dann geliebt und akzeptiert zu werden, wenn sie funktionieren, helfen und geben. In einer Beziehung mit einem Narzissten wird dieses Muster zur gefährlichen Falle: Der Narzisst nimmt, die co-abhängige Partnerin gibt – und je mehr sie gibt, desto mehr glaubt sie, dass die Beziehung nur dann funktioniert, wenn sie sich noch mehr anstrengt. Loszulassen fühlt sich deshalb nicht wie Befreiung an, sondern wie Versagen.

Co-Narzissmus

Co-Narzissmus ist ein Begriff, der häufig mit Co-Abhängigkeit verwechselt wird – und doch ist er etwas anderes. Während Co-Abhängigkeit ein allgemeines Muster beschreibt, das in vielen Beziehungskonstellationen auftreten kann, bezeichnet Co-Narzissmus eine spezifische Dynamik: die komplementäre Reaktion auf einen narzisstischen Partner. Co-narzisstische Menschen passen sich so stark an die Wahrnehmung und Bedürfnisse des Narzissten an, dass sie ihre eigene Perspektive, ihre eigenen Wünsche und ihr eigenes Urteilsvermögen zunehmend verlieren. Sie beginnen, die Welt durch die Augen des Narzissten zu sehen – und sich selbst durch seine Bewertung zu definieren. Anders als beim Trauma-Bond, der durch Schmerz-Erleichterungs-Zyklen entsteht, und anders als bei der Co-Abhängigkeit, die aus einem generellen Helfermuster entsteht, ist Co-Narzissmus ein schrittweiser Identitätsverlust, der oft erst nach dem Ende der Beziehung sichtbar wird.

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Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit ist das Fundament, auf dem alle anderen Mechanismen aufbauen – Trauma-Bond, Co-Abhängigkeit und Co-Narzissmus wären ohne sie kaum so wirkmächtig. Sie entsteht, wenn das eigene emotionale Gleichgewicht, das Gefühl von Sicherheit, Wert und Wohlbefinden, von einer anderen Person abhängig wird. In einer Beziehung mit einem Narzissten wird dieses Muster gezielt verstärkt: Er ist der Quell der schönsten Momente, aber auch der Auslöser der tiefsten Erschütterungen. Mit der Zeit konditioniert das Nervensystem, immer wieder zu ihm zurückzukehren – weil er sich anfühlt wie die einzige Möglichkeit, den inneren Schmerz zu lindern. Emotionale Abhängigkeit ist keine Charakterschwäche. Sie ist eine neurobiologische Reaktion auf ein Beziehungssystem, das man nicht kontrollieren konnte.

Genauso erging es Nicole. Ihr Nervensystem hatte gelernt, dass Thomas – und nur Thomas – die Erleichterung bringen kann. Das war keine Liebe mehr. Das war Sucht.

Schuldgefühle

„Vielleicht hätte ich mehr Verständnis zeigen sollen.“ „Ich war zu empfindlich.“ „Wenn ich mich mehr angestrengt hätte, wäre er anders gewesen.“ – Diese Gedanken kennt Nicole auswendig. Sie sind das Ergebnis von jahrelangem Gaslighting und systematischer Schuldumkehr durch Thomas. Wenn es Streit gab, war am Ende immer sie diejenige, die sich entschuldigte. Wenn er sich zurückzog, fragte sie sich, was sie falsch gemacht hatte. Narzissten sind Meister darin, Verantwortung abzuwehren und sie auf die Partnerin zu übertragen – so subtil, dass die Betroffene selbst nicht merkt, wie sie das Narrativ übernimmt.

Diese Schuldgefühle halten Frauen in der Bewegung: Sie laufen dem Narzissten hinterher, weil sie unbewusst glauben, die Beziehung reparieren zu müssen – eine Schuld abzutragen, die nie ihre war. Aus therapeutischer Sicht ist das eine der wirkungsvollsten Fesseln, die eine narzisstische Beziehung hinterlässt: nicht Liebe, sondern ein verzerrtes Verantwortungsgefühl.

Die Hoffnungsfalle

Thomas war nicht immer kalt. Es gab Momente, in denen er zärtlich war, aufmerksam, der Mann, den Nicole liebte. Genau das macht ihn so gefährlich – und genau das hält sie fest. Die Psychologie kennt ein Prinzip, das die Hoffnungsfalle treffend beschreibt: Ein Mensch kann nie genug von etwas bekommen, das beinahe funktioniert. Intermittierende Verstärkung – der unregelmäßige Wechsel zwischen Zuneigung und Kälte – erzeugt eine der stärksten Bindungen, die das menschliche Gehirn kennt. Stärker sogar als konstante Zuneigung.

Verknüpft mit der emotionalen Abhängigkeit und dem Trauma-Bond entsteht eine fast unwiderstehliche Kraft: die Hoffnung, dass er wieder so wird wie damals. Dass der nächste Anruf der ist, auf den sie gewartet hat. Dass er sich diesmal wirklich ändert. Diese Hoffnung ist keine Schwäche – sie ist die logische Reaktion eines Nervensystems, das gelernt hat, auf seltene Belohnungen mit maximaler Aufmerksamkeit zu reagieren.

Eine Frau betrachtet mit der Lupe einen Mann. Ein Symbolbild für Narzissten verstehen.

Narzissten verstehen

Dein Wunsch, den Narzissten endlich loszulassen

Du willst einfach nur Ruhe. Ruhe in deinem Kopf. Nicht mehr dieses ständige Kreisen, dieses Grübeln, dieses endlose Wiederkäuen von Momenten, die längst vorbei sind. Du willst morgens aufwachen und er ist nicht dein erster Gedanke. Du willst dein Handy in die Hand nehmen, ohne diesen Sog zu spüren. Du willst durch einen normalen Tag gehen, ohne dass ein Lied, sein Lieblingsrestaurant, ein gemeinsames Foto dich plötzlich wieder mitten rein in den Schmerz reißt.

Du willst aufhören, dich zu fragen, ob du genug warst. Ob du mehr hättest geben können. Ob irgendetwas an dir der Grund ist, warum es nicht funktioniert hat. Du willst dich nicht mehr schämen. Nicht mehr schwach fühlen. Du willst einfach wieder du sein – die Frau, die du warst, bevor er alles durcheinandergebracht hat.

Und irgendwo, ganz tief, willst du ihn irgendwann gar nicht mehr vermissen.

Nicole kennt diesen Wunsch. Er ist der letzte Gedanke, bevor sie einschläft – und der erste, wenn sie aufwacht. Und genau dieser Wunsch hat sie schließlich dazu gebracht, einen anderen Weg zu gehen.

Warum gesprächsbasierte Methoden an ihre Grenzen stoßen

Nicole hat Therapie gemacht. Hat mit ihrer besten Freundin stundenlang geredet. Hat gefühlt jeden Blogbeitrag über narzisstische Beziehungen gelesen, den es gibt. Sie weiß, dass Thomas sie verletzt hat. Sie weiß, dass er sich nicht ändern wird. Sie versteht das alles – und trotzdem.

Trotzdem sitzt sie nachts am Küchentisch und scrollt durch alte Nachrichten. Durch die Liebesbotschaften vom Anfang, die Fotos, die Momente, in denen er so war, wie sie ihn kennen und lieben gelernt hat. Ihr Herz schlägt schneller. Eine Enge macht sich in der Brust breit. Sie kann kaum schlafen, kann sich tagsüber nicht konzentrieren, läuft innerlich ständig unter Strom – und trotzdem, oder gerade deshalb, tippt sie ihm eine Nachricht. Und in dem Moment, in dem sie auf Senden drückt, lässt diese Anspannung kurz nach. Nur um Sekunden später der Scham zu weichen: „Ich laufe ihm schon wieder hinterher.“

Genau hier stoßen gesprächsbasierte Ansätze an ihre Grenzen. Sie sind wertvoll – aber sie arbeiten primär mit dem präfrontalen Cortex, dem rationalen, denkenden Teil des Gehirns. Trauma lebt jedoch nicht dort. Es lebt in der Amygdala, im limbischen System – und das erreicht man nicht mit Worten. Man kann noch so oft verstehen, warum man etwas tut – der Körper macht es trotzdem. Weil er nicht gehört hat, dass es vorbei ist.

Was dir wirklich helfen kann, einem Narzissten nicht mehr hinterherzulaufen

Genau deshalb arbeite ich in meiner 1:1 Begleitung mit körperbasierten Methoden – konkret mit EFT-Tapping und Breathwork. Nicht weil Gespräche wertlos wären, sondern weil Trauma im Körper sitzt und dort auch gelöst werden kann.

Eine fMRT-Studie von Wittfoth et al. (2022), hat erstmals die Hirnaktivität während EFT-Tapping sichtbar gemacht – und die Ergebnisse sind bemerkenswert. Beim Tapping zeigte sich zunächst ein vorübergehender Anstieg der Amygdala-Aktivität (unser Angst und Wut-Zentrum): Die Emotion wird vollständig aktiviert, der Körper lässt sie zu. Gleichzeitig fahren Hippocampus und Temporallappen herunter – jene Bereiche, die belastende Erinnerungen in ihrer alten emotionalen Intensität festhalten. Nach dem Tapping kehrt sich das Muster um: Die Amygdala beruhigt sich nachhaltig, die Erinnerung wird neu integriert – ohne den ursprünglichen Schmerz.

Das ist der entscheidende Unterschied: Gesprächstherapie optimiert die kognitive Verarbeitung. EFT-Tapping entlädt das Trauma im Körper, direkt im limbischen System. Deshalb berichten meine Klientinnen, wie Nicole nach der Arbeit mit EFT nicht nur, dass sie ihre belastende Erfahrungen „besser einordnen können“ – sondern dass sie eines Tages aufwachen und merken: Der Drang ist weg. Nicht verdrängt. Aufgelöst.

Breathwork ergänzt diesen Prozess, indem es das Nervensystem aus chronischer Anspannung – dem Erbe einer narzisstischen Beziehung – in echte Regulation führt. Viele meiner Klientinnen beschreiben es als das erste Mal seit Jahren, dass ihr Körper sich wieder sicher angefühlt hat.

Wenn du spürst, dass du verstehst, was passiert ist – und trotzdem nicht loslassen kannst – dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass dein Körper Unterstützung braucht, die über das reine Gespräch hinausgeht.

In meiner 1:1-Begleitung arbeiten wir gezielt mit EFT-Tapping und Breathwork, um die emotionale Abhängigkeit, die Schuldgefühle und andere tiefsitzende Emotionen nicht nur zu verstehen – sondern körperlich aufzulösen. Schritt für Schritt. In deinem Tempo.

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Du läufst einem Narzissten hinterher, weil er dich emotional abhängig gemacht hat. Am Anfang hat er dich auf Händen getragen und dir das Gefühl gegeben, die einzige Frau zu sein, die wirklich gesehen wird. Dieses ständige Wechsel aus Nähe und Distanz erzeugt einen Trauma-Bond – eine tiefe Bindung, die stärker ist als jeder gute Vorsatz und die sich nicht einfach wegdenken lässt.

Du solltest einem Narzissten nicht hinterherlaufen, weil du ihm damit genau das gibst, was er braucht – und dich selbst dabei Stück für Stück verlierst. Jeder Kontakt, jede Nachricht, jeder Rückfall gibt ihm neue Bestätigung und hält dein Nervensystem in einem Zustand chronischer Anspannung, aus dem du nicht heilen kannst. Du verdienst eine Beziehung, in der du wachsen kannst – keine, die dich systematisch kleiner macht.

Du schaffst es, dem Narzissten nicht mehr hinterherzulaufen, indem du deine emotionale Abhängigkeit auf einer tieferen emotionalen und körperlichen Ebene löst. In meiner Praxis haben sich besonders Emotional Freedom Technik (EFT) und Breathwork bewährt – diese Methoden können die alten Bindungen im Nervensystem sanft lösen.  gibt einen Ausweg.

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Bild von Katharina Samoylova

Katharina Samoylova

Katharina ist Psychologin und Mentorin. Sie begleitet Frauen nach einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten und hilft ihnen, sich selbst wiederzufinden. Ihre Arbeit verbindet psychologisches Wissen mit körperorientierten Methoden wie EFT und Breathwork. Ihr Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, sich emotional vom Ex-Partner zu lösen und gestärkt aus der Beziehung hervorzugehen.

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